Konzerte 2012
Nürnberg 28.01.2012
Raureif und dicke Wolken mit Nebel. Aber wenigstens kein Glatteis. Keine Rutschpartie nach Nürnberg sondern easy going mit Mucke von Bastis MP3-Player. Komm wa um Fünf im Stadtteilzentrum Desi an und müssen sofort Sound checken. Der Laden schockt, auf der Bühne wirds auf jeden Fall kuschelig, auch wenn wir dieses Mal nur zu siebt sind.
19:30 fängt die erste Band pünktlich an. Es gibt Punkrock von den Polecats. 50 Minuten steht jedem Act zur Verfügung. Die Bühne is mit einem riesigen Banner dekoriert auf dem "No Pasaran - Naziaufmärsche blockieren" steht. Und das ist auch schon das Motto des Abends. Denn die OrganisatorInnen des Fight Back Festivals haben sich dieses Jahr dazu entschieden, die Gig-Kohle an das Aktionsbündnis Dresden-Nazifrei zu spenden. Am 13. und am 18. Februar heißt es auf nach Dresden, um sich Geschichtsrevisionisten und Nazis in den Weg zu stellen. Infos gibts auf dresden-nazifrei.com.
Nach Punkrock zu Beginn, folgte dann eine bunte Mischung aus noch mehr Punkrock, Hip Hop, Hardcore, Schurkenska mit und ohne Hip Hop, und wieder Hip Hop. Das jeweilige Szene-Publikum pilgerte immer aus dem Konzertraum in den Vorderraum und zurück, wenn die Musikrichtung wechselte. Manche schauten sich natürlich auch alles an.
Der Laden war proppenvoll. Wir fingen gegen 22:30 an. Eine Umbaupause und Lösung von Knacken und Rauschen auf dem Keyboard-Kanal später erklang dann unser Intro, das sogleich in Knarren und Beton überleitete. Für unser kurzes Set hatten wir uns einige der feinsten Skapunk-Stücke vor allem von unserem neuen Album "Liveticker zum Aufstand" rausgesucht. Dazu noch ein paar Ska-Nummern (Schichtwechsel, King Schmock) und die bekannten Hits und die Hütte brannte. Als kleines Gimmik kam an Schluss dann noch Chaoze One auf die Bühne und rappte seinen Part auf Revolte Tanzparkett, den wir vorher Backstage nochmal durchgegangen sind (is ja nun auch 2 Jahre her, dass wir mit Chaoze und Lotta zusammen gespielt haben...). Zum Ende unseres Sets gabs dann noch das wie immer improvisierte "Black Block Black Block", mit Freestyle von Chaoze und Improvisieren von RSO.
Das übliche Einladechaos nach dem Gig überstanden leerten wir natürlich ein paar Bierkästen und schauten uns die Show von Chaoze und Lotta C. an. Das Rapper-Duo heizte kräftig ein und schloss mit dem Publikum noch einen ganz besonderen Deal ab: Wenn alle jeweils 1 Euro in Chaoze's Spendendose für Wasserprojekte in Uganda geben würden, müssten am Schluss 400 Euro zusammen kommen, da 400 Leute Eintritt gezahlt hätten. Der Deal: Wenn die 400 Euro an Land kommen, macht Chaoze sich noch an der Gitarre zum Affen. Ums gleich vorweg zu nehmen: Die 400 Euro sind nicht zusammen gekommen. Hilmar, Basti und Wieland haben nachgezählt und sind auf 221 Euro gekommen. Chaoze nahm trotzdem die Gitarre in die Hand und Berti unterstützte ihn dabei spontan mit einem Saxophon-Solo. Das Ganze ist auf Video dokumentiert:
Die Nacht wurde dann wie üblich noch sehr lang. Um 5 Uhr floss das letzte Bier. Danke an die OrganisatorInnen von Fight Back für das gute Essen, Spalter-Pils, Budweiser und diese abgefahrene Birnensaftschorle, an die Mische für den guten Sound, an die WG von Denise, dafür dass wir bei euch pennen und noch ein wenig in der Küche abhängen durften. Und danke auch an die F&F-Leute für die Merch-Betreuung.
Bis zum nächsten Fight Back-Festival!
Eure Schurken (dann auch wieder mit Schurkinnen am Start!)